Umwelt

St. Margrethen weist den Weg in eine nachhaltige Zukunft

Die fortschrittliche Energiepolitik von St. Margrethen findet national Anerkennung: Die Gemeinde wurde Anfang Dezember 2010 für ihre Leistungen für eine nachhaltige Energiezukunft mit dem begehrten Label Energiestadt ausgezeichnet.

Der Schutz des Klimas gehört heute zu den dringendsten Aufgaben. Politik und Öffentlichkeit haben das Problem erkannt und sind immer mehr bereit zu handeln. 236 zertifizierte Energiestädte in der Schweiz zeigen, was die Gemeinden für ein gesundes Klima tun können. St. Margrethen ist eine davon und damit eine wichtige Vorreiterin für eine zukunftsweisende Energiepolitik.

In St. Margrethen steht Nachhaltigkeit längst auf der politischen Agenda. Mit zahlreichen Massnahmen schont die Gemeinde das Klima und steigert zugleich die Lebensqualität der Bevölkerung. St. Margrethen setzt auf eine nachhaltige Entwicklungsplanung, auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Gemeinde fördert zudem eine umweltverträgliche Mobilität und energiesparendes Bauen.

Dafür wurde der Gemeinde St. Margrethen im Dezember 2010 erstmals das Label Energiestadt verliehen. Dieses unterliegt strengen Qualitätskriterien und ist ein Leistungsausweis für eine ergebnisorientierte Energiepolitik. Gemeinden, die das Label tragen, geniessen einen Standortvorteil im Wirtschaftswettbewerb. «Die Gemeinde St. Margrethen zeigt, dass sie Verantwortung für die künftigen Generationen übernimmt. St. Margrethen gestaltet auf kommunaler Ebene eine nachhaltige Energiezukunft mit und schützt so Umwelt und Klima», sagt Kurt Egger, Leiter des Programms Energiestadt.

Nachhaltigkeit auf verschiedensten Ebenen

Um das Label zu erlangen, müssen mindestens 50 Prozent der von Energiestadt definierten Massnahmen geplant oder umgesetzt sein. St. Margrethen hat dieses Ziel mit 53% Prozent erreicht. Insgesamt werden sechs Bereiche bewertet: Entwicklung/Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung/Entsorgung, Interne Organisation, Kommunikation/Kooperation. Die Energiestadt St. Margrethen schnitt besonderes in den Bereichen interne Organisation, Entwicklungsplanung und Raumordnung sowie Mobilität, sehr gut ab.

Besonders lobend erwähnt wurden folgende Massnahmen:

  • Die Gemeinde verhandelt bei der Überbauung des Areals Altfeld im Rahmen eines Sondernutzungsplans zum Projekt europuls über eine nachhaltige Wärme-Kälteversorgung und strebt die Abwärmenutzung aus dem Heizwerk des Bauwerks über eine alte bestehende Leitung an.
  • Die Gemeinde verfügt über einen Holzschnitzelwärmeverbund im Ortskern zur Versorgung der öffentlichen Liegenschaften
  • Die Gemeinde verfügt über einen Beschluss, Neubauten und Sanierungen von gemeindeeigenen Liegenschaften im Minergiestandard zu realisieren
  • Die Gemeinde ist Mitglied der Rheintaler Energieinitiative. Sie hat in regionaler Abstimmung ein Förderprogramm für private Aktivitäten im Energiebereich etabliert
  • Die Gemeinde pflegt generell eine gute Kommunikationskultur. Sie hat die Zuständigkeit Kommunikation auf Ebene Gemeinderat verankert. Sie hat unter Anderem intensiv zum Grossprojekt Europuls informiert, aber auch zum Energiestadtprozess.

Das Label Energiestadt wirkt

Das Label Energiestadt ist eine Auszeichnung des Bundesamtes für Energie und des Trägervereins «Label Energiestadt» und wird jenen Gemeinden verliehen, die ausgesuchte energiepolitische Massnahmen realisiert oder beschlossen haben. Ende November 2010 trugen 244 Gemeinden und drei Regionen das Label. Insgesamt lebten zu diesem Zeitpunkt über 3.4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in einer Energiestadt. Gemeinsam sparen Energiestädte im Jahr über 97'000 Tonnen CO2, 90 Millionen Kilowattstunden Strom und 380 Millionen Kilowattstunden Brenn- und Treibstoff. Hinzu kommt, dass mit der konsequenten Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gut 220 Arbeitsplätze geschaffen werden.

http://www.energiestadt.ch


Rheintaler Energie-Initiative

Die 12 Gemeinden des St. Galler Rheintals gründeten am 15. Juni 2007 die Rheintaler Energie-Initiative, kurz RhEI, um eine nachhaltige Erzeugung und effiziente Nutzung von Energie im St. Galler Rheintal zu fördern.

Abbruchreglement

Per 1. September 2010 hat der Gemeinderat das Reglement zur Förderung des Abbruchs nicht mehr sanierungswürdiger Altbauten und Anlagen (Abbruchreglement) in Kraft gesetzt. Dieses Reglement bezweckt, durch die finanzielle Förderung von Abbrüchen nicht mehr sanierungswürdiger Altbauten und Anlagen

  1. neu überbaubare Grundstücksflächen innerhalb der Wohn-, Gewerbe- und der Kernzonen 3 und 4 zu schaffen;
  2. die innere Verdichtung zu fördern;
  3. das Ortsbild der Gemeinde zu entwickeln.

Das Reglement ist zeitlich befristet bis 31. Dezember 2016.
 

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