weitere Projekte

strategische Entwicklungsprojekte

Mineralheilbad
Nach rund dreijähriger, sehr intensiver Planungs-, Projektierungs- und Bauzeit öffnete das neue Mineralheilbad am 28. Oktober 2016 seine Pforte. Seither ist unsere Gemeinde wieder eine touristische Destination für alle, die Erholung und Entspannung suchen in einer modernen Bade- und Saunalandschaft. Weitere Wohlfühl-Angebote sind in Vorbereitung. In einem zweiten Neubau am Mineralheilbad-Kreisel sind ergänzende Dienstleistungen wie Physiotherapie, Massage, Fitness und medizinische Angebote vorgesehen. Die umfangreichen Planungen für diese Ergänzungsangebote laufen. Sie wurden im Februar 2017 in die kantonale Vorprüfung geschickt und gehen Mitte 2017 in die öffentliche Auflage. In einer dritten Phase schliesslich sind auf dem Kernareal des Bades weitere Zusatzangebote geplant. Auf dem ehemaligen Parkplatz sollen in einer vierten Phase mittelfristig Wohn- und Gewerbenutzungen entstehen. Die Gemeinde hat im Rahmen dieser baulichen Entwicklung verkehrsmässige Erschliessungs- und Hausaufgaben im Gewässerbau zu lösen.

Altfeld Arealplanung II
2016 haben sich neue, höchst interessante Perspektiven für eine künftige Nutzung des 70'000 m2 grossen Altfeldareals nördlich des Bahnhofs eröffnet. Die Grundsatzentscheide fallen im 1. Semester 2017. Der Altfeld-Knoten wurde 2016 den Erschliessungsbedürfnissen einer künftigen Nutzung entsprechend ausgebaut. In den weiteren Entwicklungsschritten ist für die Gemeinde auch die barrierefreie Erschliessung für den Langsamverkehr (Fussgänger/Velo) ein zentrales Anliegen.

Raumplanung und Bau

Im Gebiet Baumgarten am östlichen Ortseingang, wo eine Wohn- und Gewerbeüberbauung mit integrierter Tankstelle geplant ist, erfolgt 2017 der Baustart. Die Sondernutzungspläne wurden 2016 vom Kanton genehmigt. Die Bauauflage ging im November 2016 ohne Einsprache über die Bühne.

Das Wildareal wird derzeit mit dem Projekt Fährenpark überbaut. Dort entstehen altersgerechte Wohnungen, die Ende 2017 bezugsbereit sein werden.

Ein Bauschwerpunkt 2017 liegt an der Walzenhauserstrasse zwischen Mineralheilbad und Schulhaus Rosenberg. Auf der Südseite der Strasse sind in zwei Projekten sechs Einfamilienhäuser und sechs Doppeleinfamilienhäuser in Planung. Das eine Projekt verfügt über eine rechtskräftige Baubewilligung, das andere ist im Baubewilligungsverfahren (Stand: 24.02.2017).

An der Hauptstrasse 107 entsteht derzeit das Mehrfamilienhaus Sonnenhof, das 2017 bezugsbereit sein wird.

Die Wohnüberbauung Spilleli im Schwegler-Areal ist noch immer Gegenstand eines Einspracheverfahrens, derzeit auf Stufe Verwaltungsgericht.

In fortgeschrittener Planung befindet sich die Atriumhaussiedlung in der Kirchenau. Die öffentliche Auflage des Gestaltungsplans für die dort geplante Atriumhaussiedlung ist im November 2016 erfolgt. Es wurde eine Einsprache erhoben, die bereinigt werden konnte. Sobald die beantragte kantonale Genehmigung vorliegt, läuft das Baubewilligungsverfahren.

Gemeindeeigene Bauten und Anlagen

Alters- und Pflegeheim Fahr
Heimkommission und Gemeinderat befassten sich 2016 intensiv mit der strategischen Heimentwicklung. Im Zentrum der Überlegungen standen die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten im Haus Rosengarten, denn dieses genügt den neuen kantonalen Qualitätsrichtlinien nur noch bedingt. Ein erstes Konzept sieht eine sanfte Renovation des Hauses 2 und einen neuen Quertrakt vor. Im Neubauteil sollen 18 Zimmer für die Langzeitpflege realisiert werden. Das bestehende Haus Rosengarten soll umfunktioniert werden. Geplant sind zehn Betten für Kurzzeit-, Ferien- und Notfallaufenthalte sowie fünf Tages- und Nachtplätze. Das vorliegende Konzept wird zu einem Vorprojekt weiterentwickelt. Das Vorprojekt dient 2017 als Grundlage für ein öffentliches oder selektives Planerwahlverfahren. Auf diese Weise das Architekturbüro bestimmt, das die weiteren Projektierungs- und Realisierungsphasen betreuen wird. Der Realisierungskredit wird der Bürgerschaft voraussichtlich Ende 2017 zu Beschlussfassung vorgelegt.

Gemeinschaftswasserversorgung
Im Zusammenhang mit RHESI hat der Gemeinderat noch vor Weihnachten 2016 einen strategischen Landkauf getätigt. Er hat die knapp 1'500 m2 grosse Parzelle Nr. 3'364 auf der Ostseite des Restaurants Schäfli erworben. Auf diesem Land kann in zehn bis fünfzehn Jahren ein neues Pumpwerk der Gemeinschaftswasserversorgung gebaut werden, bei Bedarf auch mit einer Wasseraufbereitungsanlage, falls das Projekt RHESI die Wasserqualität negativ beeinflussen sollte. Am heutigen Standort unter dem Autobahnviadukt ist dies nicht möglich. Die Kosten des Landkaufs von Fr. 191'000.-- trägt die Gemeinschaftswasserversorgung.

Das 2016 erweiterte, sanierte Clubhaus auf dem Sportplatz Rheinau wird auf die Sportsaison 2017 in Betrieb genommen.

Im Strandbad Bruggerhorn wurden bereits Anfang 2017 unaufschiebbare Böschungssanierungen am Weiher ausgeführt. Zudem hat der Gemeinderat aus Sicherheitsgründen eine Erneuerung der Badestege beschlossen. 2016 wurden in einem ersten Entwurf die betrieblichen Anforderungen für ein neues Garderobengebäude erarbeitet. Diese bilden die wesentliche Grundlage für die Neubauplanung, die im 1. Semester 2017 forciert wird.

Das ehemalige Schulhaus Nebengraben wird im Frühling 2017 mit baulichen Massnahmen zu einer zweckmässigen Asylunterkunft umfunktioniert. Diese ersetzt dann die heutige Mietlösung im Ruderbach.

Im Gemeindehaus stehen Aus- und Umbauten im Untergeschoss für notwendige Archiverweiterungen an.

Verkehr

Erweiterung Tempo-30-Zone
Zur verspäteten Ausführung kommt im Frühling 2017 die Tempo-30-Zone im Oberdorf. Die kantonale Bewilligung hat mehr Zeit erfordert als erwartet. Aufgrund baulicher Anpassungen in verschiedenen Kreuzungsbereichen liegen die Kosten der Richtofferte höher als ursprünglich geplant. Die Arbeiten wurden im Dezember 2016 öffentlich ausgeschrieben.

Gewässer und Hochwasserschutz

Im Gewässerbereich steht das Projekt Rhein - Erholung und Sicherheit (RHESI) im Zentrum. Anfang November 2016 haben WWF und Pro Natura Einsprache erhoben gegen die laufenden hydrogeologischen Untersuchungen auf Gemeindegebiet. Die beiden Umweltverbände sind der Ansicht, dass solche Untersuchungen nicht nötig seien, da die Trinkwasserfassungen im Zuge des Projekts RHESI ohnehin aufgegeben werden müssen. Es wird darauf hingewiesen, dass der Grossraum Stuttgart schliesslich auch über 3. Mio. Leute mit Wasser aus dem Bodensee versorge. Diese Haltung gefährdet eine rasche Verbesserung des Hochwasserschutzes am Alpenrhein. Die Gemeinden des Rheintals haben sich nie gegen mehr Ökologie am Rhein ausgesprochen. Hochwasserschutz und Trinkwasserversorgung haben für sie aus nachvollziehbaren Gründen jedoch die höhere Priorität. Die Gemeinden werden auf jeden Fall mit allen rechtlichen Mitteln für ihre Interessen, insbesondere auch für den Erhalt ihrer wertvollen Brunnenanlagen im Rheinvorland und damit für das gute Rheintaler Trinkwasser, kämpfen.