weitere Projekte

Strategische Entwicklungsprojekte

Ansiedlung Stadler Altenrhein AG
Anfang 2017 durfte die Gemeinde eine für die Ortsentwicklung sehr erfreuliche Nachricht verkünden: Die Firma Stadler Altenrhein AG beabsichtigt eine Standortverlegung von Altenrhein ins Altfeldareal. Das Altfeld bietet der Schienenfahrzeugproduzentin die richtigen Voraussetzungen für die angestrebte Optimierung der Produktionsbedingungen für Doppelstocktriebzüge. Die Realisierung dieser Firmenansiedlung, die 800 bis 1000 Arbeitsplätze in den Bereichen Engineering, Produktion, Beschaffung und Verwaltung nach St. Margrethen bringen wird, erfordert die Rückzonung des Altfeldareals in die Industriezone, einen Sondernutzungs- und einen Teilstrassenplan. Diese Plangrundlagen wurden im 1. Semester 2017 erarbeitet und nach den Sommerferien öffentlich aufgelegt. Die dagegen erhobenen Einsprachen konnten bis Ende Januar 2018 bereinigt werden.

Das Bauprojekt wurde im Oktober 2017 öffentlich aufgelegt. Die Bereinigung der Einsprachen im Baubewilligungsverfahren wird im 1. Quartal 2018 erfolgen, sodass die Bauherrschaft wie geplant im Frühling mit dem rund eineinhalb Jahre dauernden Bau beginnen kann. Stadler plant seine Produktion in St. Margrethen im Herbst 2019 aufzunehmen.

Für eine hinreichende Erschliessung des Areals ist das Altfeld mit einer Passerelle für Fuss- und Veloverkehr direkt an den Bahnhof anzuschliessen. An der Realisierung der Altfeld-Überführung ist deshalb festzuhalten. Der Gemeinderat hat die betrieblich und eisenbahnrechtlich notwendige Anpassung des Genehmigungsprojekts in Auftrag gegeben.

Mineralheilbad
Der Teilzonen- und Überbauungsplan Mineralheilbad Ost (Kopfbau) sowie der Teilstrassenplan Kirchstrasse, Abschnitt Meierhofstrasse bis Walzenhauserstrasse, lagen vor den Sommerferien 2017 öffentlich auf. Diese legen die Rahmenbedingungen fest für die Realisierung des zweiten Neubaus am Mineralheilbad-Kreisel, in dem ergänzende Dienstleistungen zum Bade- und Saunabetrieb vorgesehen sind. Das Baugesuchsverfahren ist bereits weit fortgeschritten, sodass damit gerechnet werden kann, dass die Bauarbeiten für den neuen Kopfbau im 1. Quartal 2018 beginnen werden. Der Neubau wird mit einer Passerelle über die Walzenhauserstrasse mit dem Bad verbunden.

Raumplanung und Bau

Totalrevision Richtplan, Schutzverordnung, Zonenplan und Baureglement
Am 1. Oktober 2017 trat das neue kantonale Planungs- und Baugesetz (PBG) in Kraft. Der Gemeinderat hat im August 2017 eine Arbeitsgruppe beauftragt, die Anpassungsarbeiten an den kommunalen Rechtsgrundlagen an die Hand zu nehmen. Der kommunale Zonenplan stammt aus dem Jahr 1991 und wurde laufend mit Teilzonenplänen angepasst. 2009 erfolgte eine grössere Teilrevision des Zonenplans. Das Baureglement wurde 1999 erarbeitet und gilt mit wenigen Anpassungen bis heute unverändert. Der kommunale Richtplan wurde vor rund zehn Jahren erarbeitet. Verschiedenste Projekte wurden seit Erlass des Richtplans umgesetzt, und der Richtplan ist nicht mehr aktuell. In dieser Situation ist eine Gesamtrevision der Instrumente Zonenplan und Baureglement erforderlich. Der Richtplan soll vorab aktualisiert, ergänzt und wenn möglich vereinfacht werden. Alle Aspekte der Schutzverordnung werden hingegen im Rahmen des bereits laufenden Projektes „Überarbeitung Schutzverordnung“ bearbeitet. Die revidierte Schutzverordnung wird den Betroffenen im 1. Quartal 2018 vorgestellt und danach öffentlich aufgelegt.

Gemäss den PBG-Übergangsbestimmungen beträgt die Frist für die Bereinigung des Zonenplans und des Baureglements zehn Jahre. Der Gemeinderat hat beschlossen nicht lange zuzuwarten, sondern die notwendigen Anpassungsarbeiten zügig an die Hand zu nehmen. Bis Zonenplan und Baureglement nämlich rechtskräftig sind, gilt in einigen Bereichen weiterhin altes Baurecht (z.B. Ausnützungsziffer), während in anderen ab 1. Oktober das neue PBG angewendet wird. Zudem bestehen in dieser Übergangszeit nur sehr beschränkte Möglichkeiten für Zonenplanänderungen.

Grössere Bauprojekte Dritter
Das Medicenter an der Grenzstrasse befindet sich seit Herbst 2017 im Bau.

Im Baumgarten am östlichen Ortseingang, wo eine Wohn- und Gewerbeüberbauung mit integrierter Tankstelle geplant ist, erfolgte 2017 trotz rechtskräftiger Baubewilligung noch kein Baustart.

Die Wohnüberbauung auf dem Wildareal (Projekt Fährenpark) wurde im 2017 fertiggestellt. Der Erstbezug der Mietwohnungen erfolgt im Frühjahr 2018.

Die zwei Bauprojekte für sechs Einfamilienhäuser und sechs Doppeleinfamilienhäuser auf der Südseite der Walzenhauserstrasse befinden sich in der Realisierungsphase.

Das Mehrfamilienhaus Sonnenhof (Hauptstr. 107) wurde 2017 fertiggestellt und ist bereit für den Erstbezug.

Die Wohnüberbauung Spilleli im Schwegler-Areal ist noch immer Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens vor Verwaltungsgericht.

Bevor der Gestaltungsplan Kirchenau vom Kanton genehmigt werden kann, muss das Wasserbauprojekt für den Ausbau des Rätscherenbachs auf der Bauparzelle rechtskräftig sein. Die öffentliche Auflage des Wasserbauprojekts erfolgte vom 17. Januar bis 15. Februar 2018. Es darf mit einem Baustart im 2018 gerechnet werden.

Gemeindeeigene Bauten und Anlagen

Die Gemeinde St. Margrethen verfügt mit dem Strandbad und dem Campingplatz Bruggerhorn über ein attraktives Freizeit- und Erholungsangebot. Der Garderobentrakt und das Kioskgebäude mit ihren Infrastrukturanlagen sind jedoch in die Jahre gekommen und bedürfen einer grundlegenden Erneuerung. Im März 2017 hat der Gemeinderat beschlossen, einen Architekturwettbewerb durchzuführen. 2017 hat das eingesetzte Projektteam die Vorgehens- und Terminplanung erarbeitet, wichtige Anspruchsgruppen befragt und deren Antworten ausgewertet, eine SWOT-Analyse erstellt, drei Anlagen besichtigt sowie die Anlagen- und Restaurant-Betreiber befragt und zusammen mit Experten mögliche Zusatzangebote ermittelt. Gestützt auf diese Erkenntnisse wurde ein Zukunftsbild für das Bruggerhorn mit den Schwerpunkten Erholen, Erleben und neue Nutzungen gezeichnet und ein Raumprogramm erarbeitet. Dieses wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft. Der Wettbewerb wird zwischen März und September 2018 durchgeführt.

Das ehemalige Schulhaus Nebengraben wird im 1. Quartal 2018 als neue Asylunterkunft in Betrieb genommen. Der Umbau erfolgte mit einiger Verzögerung über die Wintermonate.

Das Clubhaus auf dem Sportplatz Rheinau wurde 2017 in Betrieb genommen.

Verkehr

Autobahnsanierung
Die Hauptarbeiten der Autobahnsanierung starteten am 13. Februar 2017 auf der nördlichen Fahrbahn St. Margrethen-Rheineck. Die Arbeiten konnten im Herbst abgeschlossen werden. Die südliche Fahrbahn wird vom März bis ca. September 2018 saniert. Eine Verlängerung der Lärmschutzwand entlang der südlichen Fahrbahn um knapp 900 Meter nach Westen, vom Sportplatz bis ins Gebiet Kirchenau, wird nicht realisiert werden. Um nicht alle vom ASTRA vorgesehenen Lärmschutzmassnahmen von Rheineck bis St. Margrethen zu gefährden, hat der Gemeinderat seine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht zurückgezogen und damit das Lärmschutzpaket ASTRA akzeptiert.

Der Bau der Zollbrücke von St. Margrethen nach Höchst ist abgeschlossen. Die neue Brücke wurde am 1. Dezember 2017 in einem feierlichen Akt dem Verkehr übergeben.

Erweiterung Tempo 30-Zone
Die Umsetzung der Tempo 30-Zone im Oberdorf wurde mit Ausnahme der Unnothstrasse (Leitungssanierung Technische Betriebe) umgesetzt. Die Arbeiten in der Unnothstrasse werden im 2018 abgeschlossen.

Gewässer und Hochwasserschutz

Der eingedolte Schäflisbergbach muss aufgrund seines baulichen Zustands dringend saniert werden. Es ist vorgesehen, den Schäflisbergbach vom Beginn der Eindolung bis zur Einmündung in den Hörlistegkanal aus den privaten Grundstücken heraus zu verlegen und konsequent in der Dietrichshaldenstrasse zu führen. Das Wasserbauprojekt und der Beitragsplan (Perimeter) wurden vom 25. Oktober bis 23. November 2017 öffentlich aufgelegt. Es wurden keine Einsprachen erhoben, so dass 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

Versorgung

Energiekonzept
Der Gemeinderat hat im April 2016 beschlossen, ein behördenverbindliches Energiekonzept Wärme zu erarbeiten mit dem Ziel, die Energieversorgung wirtschaftlich, umweltschonend, sicher und zukunftsgerichtet zu planen. Das Konzept wurde im Dezember 2017 verabschiedet.