Gesundheitsversorgung

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Fragen und Antworten zur medizinischen Versorgung

  1. Was ist ein Hausarzt?
  2. Was muss ich in einem Notfall tun?
  3. Wann muss ich ins Spital gehen?
  4. Was steht in meiner Krankenakte?
  5. Kann ich mich auch zu Hause pflegen lassen?
  6. Was kann ich tun, wenn ich psychische Probleme habe?
  7. Was bedeutet "Erste Hilfe"?
  8. Wo kann ich einen „Erste-Hilfe-Kurs“ besuchen?

1. Was ist ein Hausarzt?

Ein Hausarzt ist in allgemeiner Medizin ausgebildet. Es handelt sich um eine Vertrauensperson, welche Sie gut kennt und die Sie bei Krankheiten zuerst aufsuchen sollten. Den Arzt können Sie selber auswählen. Fragen Sie Ihre Bekannten oder suchen Sie im Telefonbuch bei Ihrem Wohnort unter der Rubrik „Ärzte“. Bevor man den Arzt aufsucht, muss man sich telefonisch anmelden - ausser es handelt sich um einen Notfall. Viele Medikamente sind rezeptpflichtig und müssen vom Arzt verschrieben werden. Ärzte müssen alle Informationen vertraulich behandeln. Sonst macht er sich strafbar. Falls Sie genau wissen, woran Sie erkrankt sind, können Sie sich auch direkt an einen Facharzt wenden, wenn die Grundversicherung Ihrer Krankenkasse dies zulässt.

2. Was muss ich in einem Notfall tun?

Bei einem Notfall wenden Sie sich an den Hausarzt. Ist die Situation sehr ernst oder sogar lebensbedrohlich, muss der Notfalldienst aufgesucht werden. In den meisten öffentlichen Spitälern steht rund um die Uhr ein Notfalldienst zur Verfügung, so z.B. im Kantonsspital Rorschach oder St. Gallen. Brauchen Sie einen Krankenwagen, können Sie über den Sanitätsnotruf (144) eine Ambulanz bestellen.

3. Wann muss ich ins Spital gehen?

Ins Spital wird man in der Regel vom behandelnden Hausarzt verwiesen. Ausführliche Untersuchungen und Abklärungen, Beobachtungen, eine Operation oder Therapie können Gründe für die Einweisung sein. Beim Eintritt werden bei der Patientenanmeldung Informationen über Ihre Person und Krankenversicherung aufgenommen. Tipp: Nehmen Sie am besten die Karte Ihrer Krankenkasse mit. Dann haben Sie alle nötigen Informationen dabei. Ob Sie während Ihres Spitalaufenthaltes in ein Einzel-, Zwei- oder Mehrbettzimmer kommen, hängt von Ihrer abgeschlossenen Krankenversicherung ab. Ihr Arzt leitet diese Informationen direkt ans Krankenhaus weiter.

4. Was steht in meiner Krankenakte?

Die Krankenakte enthält die wichtigsten Daten Ihrer Behandlung. Das umfasst vorgenommene Untersuchungen und die dazu verwendeten Geräte, Diagnosen, verordnete Medikamente und die Entwicklung der Krankheit. Auch der Verlauf von Operationen wird genau festgehalten. Diese Informationen werden streng vertraulich behandelt. Das gilt auch gegenüber Angehörigen und Ärzten, die nicht in die Behandlung einbezogen sind. Nur Sie können den Arzt von dieser Schweigepflicht befreien. Sie selbst haben das Recht, Ihre Krankenakte einzusehen. Informationen über Ihre Rechte als Patient erhalten Sie bei der Schweizerischen Patientenorganisation.  

5. Kann ich mich auch zu Hause pflegen lassen?

Einige Patienten benötigen im Anschluss an einen Spitalaufenthalt weiterhin Pflege. In der Schweiz gibt es dafür die Spitex. Spitex-Mitarbeitende pflegen und betreuen hilfebedürftige Menschen zu Hause. Ihre Aufgabe ist es, Personen jeden Alters bei Krankheit, Unfall, Invalidität, Schwangerschaft, Geburt oder in der Erholungszeit zu betreuen. Das umfasst Abklärung und Beratung, Hilfe bei der Körperpflege, Hilfe bei den täglichen Arbeiten, Verabreichen von Medikamenten, Wundversorgung, Unterstützung beim Einkaufen, Wohnung reinigen, waschen und kochen. Die Kosten werden von den Krankenkassen nur teilweise übernommen. Die Spitex bietet auch ergänzende Dienste wie Essens- und Fahrdienst sowie Vermietung von Hilfsmitteln wie Krücken, Inhalationsgeräte oder Rollstühle an. Für St. Margrethen ist dies die Spitex Am Alten Rhein. Bevor die Spitex die Betreuung aufnimmt, klärt eine Fachperson den genauen Bedarf an Pflege- und Hilfeleistungen ab. Die Anmeldung erfolgt über den Arzt. Ältere Personen, die intensivere Unterstützung brauchen, gehen besser in ein Betagtenzentrum oder Altersheim. Die Pro Senectute oder Ihr Arzt beraten Sie.

6. Was kann ich tun, wenn ich psychische Probleme habe?

Zur Gesundheit zählt auch das psychische und geistige Wohlbefinden. Es gibt immer wieder Menschen, die sich in einer schwierigen persönlichen oder familiären Situation befinden. Vielleicht leiden sie an regelmässigen Angstzuständen, oder Sie erleben über längere Zeit eine lähmende Traurigkeit. Zu den verschiedenen Hilfsangeboten finden Sie unter der Rubrik „Gesundheitssystem – Antwort 10“ mehr Informationen.

7. Was bedeutet "Erste Hilfe"?

Bei der ersten Hilfe leitet man am Unfallort die ersten, lebensrettenden Schritte ein. Diese Massnahmen kann man in Kursen lernen, die in vielen Schweizer Gemeinden angeboten werden.
In einem "Erste-Hilfe-Kurs" lernt man:

  • Einen Notfall richtig einzuschätzen;
  • Weitergehende Schäden für Betroffene und Helfende zu verhindern;
  • Die lebensrettenden Sofortmassnahmen situationsgerecht einzusetzen.

Die Kurse dauern zehn Stunden und kosten etwa 150 Franken.

8. Wo kann ich einen „Erste-Hilfe-Kurs“ besuchen?

Für St. Margrethen zuständig ist der Samariterverein St. Margrethen. Einen solchen Kurs muss man auch besucht haben, wenn man den Führerschein erhalten will. Achtung: Prüfen Sie zuerst, ob der Kurs von der Zulassungsbehörde anerkannt ist. Das Attest eines "Erste-Hilfe-Kurses" ist sechs Jahre lang gültig.

 

Weitere wertvolle Informationen in verschiedenen Sprachen erhalten Sie auch im Gesundheitswegweiser der migesplus.ch.

 

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