Integration

Fragen und Antworten zur Integration

  1. Was versteht man unter Integration?
  2. Was ist eine Integrationsvereinbarung?
  3. Wo kann ich Deutsch lernen?
  4. Welche Deutsch-Angebote gibt es für meine Kinder?
  5. Wie kann ich meinen Kindern helfen, Deutsch zu lernen?
  6. Besteht die Gefahr, dass meine Kinder die Muttersprache verlernen?
  7. Welche weiteren Integrations-Angebote gibt es?
  8. Wie kann ich am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen?
  9. Was sollte ich über Aufenthaltsbewilligungen wissen?
  10. Was ist "migraweb"?

1. Was versteht man unter Integration?

Ziel der Integration ist es, dass die einheimische und ausländische Wohnbevölkerung gut zusammenlebt. Grundlage bilden die Grundwerte der Bundesverfassung, gegenseitige Achtung und Toleranz. Von Schweizern wird Offenheit gegenüber Fremden erwartet. Und von Migranten will man, dass sie eine der Landessprachen lernen und sich mit den Verhältnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz vertraut machen. Die Integration hat ein zentrales Anliegen: Migranten sind in der Lage, sich in die Schweizer Gesellschaft einzubringen. Sie sollen sich wohl fühlen und im Alltag gut zu recht kommen. Dazu gehört es, einer Arbeit nachzugehen und am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen. Integration ist ein fortlaufender Prozess, der sich immer wieder verändert, weil sich auch unsere Gesellschaft ständig wandelt. Erst wenn alle Beteiligten – auch Institutionen – mitmachen, gelingt die Integration.

 

2. Was ist eine Integrationsvereinbarung?

Das Ausländergesetz schenkt der Integration von Ausländern grosses Gewicht. Es regelt, dass die Erteilung einer Aufenthalts- oder Kurzaufenthalts-Bewilligung an Bedingungen geknüpft sind. Dazu gehört insbesondere der Besuch von Sprach- und Integrationskursen. Die konkreten Verpflichtungen legt man mit den Migranten in einer so genannten Integrationsvereinbarung fest. Der Kanton St. Gallen schliesst solche Integrationsvereinbarungen bereits ab. Ebenso kennt die Gemeinde St. Margrethen eine Integrationsvereinbarung. Sie basiert auf freiwilliger Basis, kann sich aber positiv auf die Einbürgerung und Integration in die Gemeinde auswirken.
Solche Vereinbarungen betreffen zumeist Personen, die aus Staaten ausserhalb der Europäischen Union oder Freihandelsassoziation stammen und noch keine Niederlassungsbewilligung besitzen. Bereits ansässige Migranten können betroffen sein, wenn sie durch ihr Verhalten oder aufgrund anderer Umstände riskieren, das Aufenthaltsrecht zu verlieren.

3. Wo kann ich Deutsch lernen?

Wer sich in die Gesellschaft integrieren will, muss sich mit den Mitmenschen verständigen können. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist deshalb von zentraler Bedeutung. Sie ermöglicht es, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, eine Arbeitsstelle zu finden und sich mit Nachbarn, Freunden oder Arbeitskollegen zu unterhalten. Das Erlernen einer Sprache braucht viel Zeit, Geduld und Übung. Besonders am Anfang ist das schwierig. Am besten besucht man eine der zahlreichen Sprachschulen; es gibt spezielle Kurse für Migranten. Gemeinsam mit anderen zu lernen, ist motivierend und macht mehr Spass. Ihre Sprachkenntnisse können Sie zusätzlich verbessern, indem Sie Zeitungen, Texte im Internet oder Bücher in deutscher Sprache lesen – Radio hören oder fernsehen.

Sprachschulen in der Region:

4. Welche Sprachangebote gibt es für meine Kinder?

Kindern mit Migrationshintergrund und ohne Deutschkenntnisse wird ab der 2. Klasse der Primarschule ein DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache) angeboten. Im DaZ werden Schüler im Erwerb von Grundkenntnissen der deutschen Sprache unterstützt und gefördert. Ziel ist das Erarbeiten schriftlicher und mündlicher Deutschkenntnisse, damit sich das Kind im Alltag zu Recht finden und dem Unterricht in der Klasse folgen kann. Die Lerninhalte werden einerseits auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und andererseits auf die Themen der Klasse abgestimmt. Kinder, die neu zuziehen und über sehr wenig bis keine Deutschkenntnisse verfügen, werden in eine Intensivgruppe eingeteilt. Die maximale Dauer des DaZ-Unterrichtes beträgt drei Jahre (ohne Kindergarten).
 

5. Wie kann ich meinen Kindern helfen, Deutsch zu lernen?

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder den Kontakt mit einheimischen Kindern pflegen – etwa beim Spielen im Quartier, beim Sport, im Turnverein oder Chor. Erlauben Sie Ihren Kindern auch, zu Schweizer Kindern nach Hause zu gehen und umgekehrt. So lernen sie spielend die deutsche Sprache und gewinnen neue Freundinnen und Freunde.

Sprachentwicklung und Sprachförderung in der Familie – in 18 Sprachen

6. Besteht die Gefahr, dass meine Kinder die Muttersprache verlernen?

Studien zeigen, dass ein Kind eine Fremdsprache schneller lernt, je besser es seine Muttersprache beherrscht. Deshalb sollte man zuhause nebst Deutsch auch die angestammte Sprache sprechen. Im St. Galler Rheintal gibt es zudem Schul- und Elternvereine, welche die Sprache und Kultur der Heimat pflegen und lehren. Dazu gehört der Türkischer Eltern- und Schulverein.

Projekt-Kiosk Familie/Erziehung/Schule

7. Welche weiteren Integrations-Angebote gibt es?

In der Gemeinde St. Margrethen wird jährlich eine Neuzuzügerbegrüssung durchgeführt. Personen, die neu in der Gemeinde sind, werden dazu persönlich eingeladen. Der Gemeinde- und Schulratspräsident stellen dabei die Gemeinde  und Schule vor. Und man lernt bei einem Rundgang die Sehenswürdigkeiten kennen. Dies ist eine gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen!

8. Wie kann ich am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen?

Kulturelle Anlässe zu besuchen oder in einem Verein mitzumachen sind gute Möglichkeiten, Leute kennen zu lernen und gleichzeitig etwas über die Schweizer Gesellschaft und das Land zu erfahren. Sie können so auch Ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern, erweitern Ihr eigenes Beziehungsnetz und sind in der Gemeinde besser verankert. Die Schweiz gilt auch als das Land der Vereine. Viele Menschen engagieren sich in einem Verein, um gemeinsam ein Hobby zu betreiben. Vereine gibt es auf allen möglichen Gebieten: Musik, Sport, Kultur, Natur und vieles mehr. Meistens bezahlt man einen Jahresbeitrag, um Mitglied zu werden und die Angebote nutzen zu können. Vereinsliste St. Margrethen. Gebieten: Musik, Sport, Kultur, Natur und vieles mehr. Meistens bezahlt man einen Jahresbeitrag

9. Was sollte ich über Aufenthaltsbewilligungen wissen?

Wer während seines Aufenthaltes in der Schweiz arbeitet oder sich länger als drei Monate hier aufhält, benötigt eine Aufenthaltsbewilligung. Diese wird von den kantonalen Migrationsämtern erteilt. Es gibt Bewilligungen für Kurzaufenthalte von weniger als einem Jahr, befristete Aufenthaltsbewilligungen und Niederlassungsbewilligungen. Für Migranten aus Staaten der Europäischen Union und der Freihandelsassoziation (EFTA) gelten andere Aufenthaltsbewilligungen als für Menschen, die aus Drittstaaten stammen.

10. Was ist „migraweb.ch“?

Unter www.migraweb.ch besteht seit Sommer 2008 ein Internetangebot für Migranten. Es eröffnet einen schnellen und niederschwelligen Zugang zu einer Vielzahl von Informationen rund um den Schweizer Alltag. Inzwischen ist das Informationsangebot auf über 400 unterschiedliche Inhalte zu den Themen Alter, Aufenthalt, Asyl, Einwanderung – Ausländerrecht, Ehe und Partnerschaft, Familie, Gesundheit, Geld, Integration, Konsum, Schule und Bildung, Soziales, Steuer, Religion, Verkehr, Versicherung sowie Wohnen angewachsen. Die Texte sind zusätzlich in 15 Sprachen übersetzt.

 

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